MyoLife-HCC: Wechselwirkungen von HCC, Muskel- und Ernährungsstatus sowie Lebensqualität
Multimodale Analyse der Wechselwirkungen von Hepatozellulärem Karzinom (HCC), HCC-Therapie, Muskel- und Ernährungsstatus sowie deren Zusammenhang mit der Lebensqualität (MyoLife-HCC)
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) tritt häufig auf dem Boden einer Leberzirrhose (LZ) auf und ist mit hoher Mortalität sowie Begleiterscheinungen wie Mangelernährung, Sarkopenie, Kachexie und psychischer Belastung verbunden. Diese Faktoren beeinträchtigen die QoL, den Krankheitsverlauf und das Therapieansprechen. In der prospektiven, kontrollierten Kohortenstudie MyoLife-HCC werden multimodal die Wechselwirkungen des Ernährungsstatus, der Muskelmasse, der körperlichen Aktivität, der psychischen Belastung und der Lebensqualität im Therapieverlauf untersucht. Dazu werden klinische Daten, funktionelle Muskeltests, körperliche Aktivität (Fragebögen und objektive Messung), Ernährung, psychisches Wohlbefinden sowie Blutproben zur Analyse des Plasmaproteoms und von Myokinen/Zytokinen erhoben. Ziel ist die Identifikation molekularer Marker der Leber-Muskel-Achse, die den Ernährungs- und Muskelstatus sowie therapieinduzierte Veränderungen abbilden, und die Bereitstellung von präliminären Daten für personalisierte supportivmedizinische Strategien. Die Studie liefert erstmals longitudinale, objektive Daten zu körperlicher Aktivität, Muskelstatus und QoL beim HCC und legt die Grundlage für weiterführende Forschungen.
Die Rekrutierung in die MyoLife-HCC-Studie läuft seit Februar 2026 (DRKS00039672).
Das Projekt wird gefördert durch das CCC-MV (Zuwendungsempfängerin K. Rischmüller).

